Aktualisiert am 15. Februar 2026.
BIP 360 und Pay-to-Merkle-Root: Ein Schritt in Richtung post-quanten-Sicherheit
In den letzten Tagen wurde erneut über die “quantenmechanische Bedrohung” für Bitcoin gesprochen, insbesondere im Zusammenhang mit BIP 360 (Pay-to-Merkle-Root, P2MR). Es ist wichtig, Ordnung zu schaffen: Es handelt sich nicht um einen Notfall-Patch, sondern um einen langfristigen Ansatz, um die Angriffsfläche im Zusammenhang mit der Offenlegung von öffentlichen Schlüsseln zu verringern, wobei ein Teil der Flexibilität erhalten bleibt, die durch Taproot eingeführt wurde.
Was schlägt P2MR in einfachen Worten vor?
P2MR zielt darauf ab, die Idee der Script-Trees von Taproot beizubehalten, aber den “Key-Path-Spend” zu entfernen, der in einer Zukunft mit kryptografisch relevanten Quantencomputern einen anfälligeren Punkt darstellen würde. Mit anderen Worten: Es fördert die Verwendung von Pfaden, die die Offenlegung von Informationen reduzieren, die für einen Angreifer nützlich sein könnten, in einem Szenario, in dem Daten jetzt gesammelt und später entschlüsselt werden.
Wie real ist das Risiko heute?
Die Studie von CoinShares betont, dass das Quantenrisiko im aktuellen Zustand nicht unmittelbar ist und dass die dafür erforderliche Rechenleistung weit über die derzeitigen Möglichkeiten liegt. Es geht nicht um “Panik”, sondern um Planung: Bitcoin hat ein absichtlich langsames Tempo bei Veränderungen, daher ist es sinnvoll, sehr frühzeitig über Lösungen zu diskutieren, bevor das Risiko tatsächlich eintritt.
Das Problem von Adressen mit offenliegenden Schlüsseln
Historisch gesehen geben einige Arten von Ausgaben und einige Ausgabemethoden den öffentlichen Schlüssel direkter preis. Wenn die derzeitige Verschlüsselung in der Zukunft anfällig werden sollte, wären diese Coins theoretisch “angreifbarer”. Das bedeutet nicht, dass das gesamte Netzwerk morgen in Gefahr ist; es bedeutet, dass es Bereiche mit einem anderen Risikoprofil gibt.
Kompromisse: Kosten, Privatsphäre und Migration
Jeder Vorschlag für eine post-quanten-Sicherheit bringt Kompromisse mit sich:
- Transaktionskosten und Datengröße
- Privatsphäre (inwieweit sich das ändert, was On-Chain offengelegt wird)
- Langsame und freiwillige Migration: Benutzer müssen ihre Wallets und Gewohnheiten aktualisieren
Was man beobachten sollte
- Entwicklung des Vorschlags und technische Diskussionen
- Haltung der Wallet-Anbieter (Akzeptanz, Benutzererfahrung, Kompatibilität)
- Eventuelle post-quanten-Standards und ihre Auswirkungen auf das Design
Quellen
- bip360.org: Text des BIP 360 / P2MR-Vorschlags.
- CoinShares (Februar 2026): “Quantum vulnerability in Bitcoin: a manageable risk”.
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