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Cost-Average-Effekt: Wie ein ETF-Sparplan funktioniert

Beim Cost-Average-Effekt wird in festen Abständen ein definierter Betrag investiert. Bei niedrigeren Kursen werden mehr Anteile gekauft, bei höheren weniger. Der Sparplan schafft Disziplin, garantiert aber weder Gewinn noch Schutz vor langen Marktverlusten.

Zwei verschiedene Entscheidungen

Monatlich einen Teil des Einkommens anzulegen unterscheidet sich davon, vorhandenes Kapital in Raten aufzuteilen. Im ersten Fall wird Geld erst nach und nach verfügbar. Im zweiten bleibt es bewusst teilweise außerhalb des Marktes. Ein Strategievergleich muss diesen Unterschied berücksichtigen.

Ein Rechenbeispiel zum Kaufpreis

Drei Raten von je 100 Euro bei Kursen von 10, 8 und 12 Euro kaufen ungefähr 10, 12,5 und 8,33 Anteile, ohne Kosten und bei möglichen Bruchstücken. Die rund 30,83 Anteile kosten 300 Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis beträgt etwa 9,73 Euro und nicht den arithmetischen Mittelwert der Kurse.

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Ein günstiger Durchschnitt garantiert keinen Gewinn

Bei einem späteren Anteilspreis von 9 Euro sind diese Anteile ungefähr 277,50 Euro wert. Trotz unterschiedlicher Einstiegskurse entsteht ein Verlust. Der Sparplan verteilt Kaufzeitpunkte, macht die Anlage aber nicht sicher. Für die Renditeberechnung zählen auch Zeitpunkt und Höhe der Zahlungsströme.

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Die Ratenhöhe berücksichtigen

Zwei Euro fixe Ordergebühr entsprechen bei 100 Euro bereits 2%, noch vor Spread und Fondskosten. Bei 500 Euro sind es 0,4%. Eine andere Häufigkeit verändert allerdings auch die Marktteilnahme. Die passende Rate hängt deshalb von Einkommen, Brokerbedingungen und Ziel ab.

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Überprüfen statt jedem Kurs hinterherlaufen

Geplante Kontrollen prüfen Anlageziel, Produktauswahl und finanzierbare Rate. Einkommensverlust oder notwendige Ausgaben sind etwas anderes als eine schlechte Börsenwoche. Vorab definierte Regeln helfen, sowohl blinde Automatik als auch ständige Timingversuche zu vermeiden.

Vergleichbare Zahlungsströme verwenden

1.200 Euro sofort oder monatlich 100 Euro anzulegen erzeugt unterschiedliche Marktzeiten. Das Ergebnis isoliert keinen magischen Durchschnittspreiseffekt. Prüfe, wann Geld verfügbar war und welchen Ertrag oder Aufwand der noch nicht investierte Teil hatte.

Die Automatik verstehen

Lege Betrag, Häufigkeit, Anlage und Umgang mit fehlgeschlagenen Orders fest. Eine Automatik löst weder mangelnde Kontodeckung noch Mindestanteile oder geänderte Gebühren. Gleiche geplante Anweisungen regelmäßig mit tatsächlich ausgeführten Käufen ab.

Die spätere Verwendung planen

Verteilte Käufe regeln nicht, wie eine künftige Ausgabe finanziert wird. Ein fester Termin kann Verkäufe während eines Rückgangs erzwingen. Ansparen und Entnehmen sind verbunden, aber unterschiedliche Entscheidungen. Kein Ratenkalender beseitigt das Anlagerisiko.

Weitere Gesichtspunkte

  • Der durchschnittliche Kaufpreis bestimmt nicht allein die Rendite; Endwert und Zeitpunkt der Zahlungsströme zählen.
  • Ist Kapital bereits vorhanden, senkt ein gestaffelter Einstieg emotionales Timingrisiko, kann in steigenden Märkten aber Liquidität zurücklassen.
  • Fixe Gebühren, Spreads und Mindestorders belasten sehr kleine Raten.
  • Ein Sparplan auf eine konzentrierte Anlage automatisiert Käufe, schafft aber keine Diversifikation.
  • Die Regel sollte Laufzeit, Prüfung, Notreserve und sachliche Pausenbedingungen festlegen.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Bildung und ist keine persönliche Anlageberatung. Ziele, Steuern, Zeithorizont und Verlusttragfähigkeit unterscheiden sich von Person zu Person.

Weiterführende Ratgeber

Quellen und Dokumentation