Tracking Difference und Tracking Error sind keine Synonyme. Die Tracking Difference ist die Renditedifferenz zwischen Fonds und Index; der Tracking Error misst die Schwankung dieser Abweichungen und damit die Regelmäßigkeit der Abbildung.
Abweichung und Schwankung unterscheiden
Die Tracking Difference vergleicht Fonds- und Indexrendite über einen Zeitraum. Der Tracking Error misst die Schwankung der Renditedifferenzen in den verwendeten Beobachtungen. Für beide Angaben sind Vorzeichenkonvention, Datenfrequenz und Rechenmethode wichtig.
Ein Beispiel mit festgelegtem Vorzeichen
Definieren wir die Differenz als Fondsrendite minus Indexrendite. Bei 10% Indexrendite und 9,7% Fondsrendite beträgt sie minus 0,3 Prozentpunkte. Das ist weder automatisch eine gesondert berechnete Gebühr noch ein Verlust von 0,3% des eingesetzten Kapitals.
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Niedriger Tracking Error bedeutet nicht kostenlos
Ein Fonds, der regelmäßig knapp unter dem Index liegt, kann eine recht stabile Abweichung haben. Ein anderer liegt wechselnd darüber und darunter und schwankt stärker. Die Kennzahlen beschreiben relatives Ergebnis und Regelmäßigkeit der Nachbildung; keine ersetzt die andere.
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Vergleichbare Daten verwenden
Währung, Zeitraum und Indexvariante müssen zusammenpassen. Price Return, Net Return und Gross Return unterscheiden sich. Ausschüttungen sind methodisch einheitlich einzubeziehen. Abweichende Bewertungszeiten können besonders kurzfristig scheinbare Unterschiede erzeugen.
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Kosten nicht doppelt zählen
Die Fondsperformance enthält bereits Belastungen des Fondsvermögens. TER und Tracking Difference einfach zu addieren kann Kosten doppelt erfassen. Prüfe Replikation, Dividendensteuern, Sampling und Leiheinnahmen, bevor du jede Abweichung als schlechte Verwaltung interpretierst.
Ein Stichtag kann täuschen
Tagesabweichungen können geschlossene Heimatmärkte oder verschiedene Bewertungszeiten widerspiegeln. Prüfe längere einheitliche Intervalle vor einer dauerhaften Diagnose. Auffälligkeiten verdienen Aufmerksamkeit, aber Messrauschen und dokumentierte Abweichung sind verschiedene Befunde.
Die Frequenz verändert die Kennzahl
Tracking Error aus täglichen Renditen ist ohne Methode und Annualisierung nicht unmittelbar mit Monatsdaten vergleichbar. Auch der Zeitraum zählt: ruhige und turbulente Jahre sind verschiedene Stichproben. Eine Zahl benötigt eine verständliche Definition.
Dauerhafte Änderungen untersuchen
Bei anhaltend verändertem Abstand prüfe Kosten, Index, Sampling und Ertragsbehandlung. Fondsberichte können Ereignisse erklären. Dokumentierte Ursachen helfen mehr, als die Tracking Difference eines Jahres zur unveränderlichen Qualitätsnote zu machen.
Weitere Gesichtspunkte
- Ein ETF kann eine negative, aber stabile Tracking Difference und damit einen niedrigen Tracking Error haben.
- Der Vergleich mit Price-, Net-Return- oder Gross-Return-Index verändert das Ergebnis und muss klar sein.
- TER, Steuern, Handelskosten, Liquidität, Sampling und Wertpapierleihe beeinflussen die Lücke.
- Kurze Zeiträume oder abweichende Bewertungskalender können irreführen.
- Historische Daten helfen bei der Prozessbeurteilung, garantieren aber keine künftige Replikation.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Bildung und ist keine persönliche Anlageberatung. Ziele, Steuern, Zeithorizont und Verlusttragfähigkeit unterscheiden sich von Person zu Person.
Weiterführende Ratgeber
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- Thesaurierende oder ausschüttende ETF
- ETF-TER und weitere Kosten
- Physische oder synthetische Replikation
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